Sonntagsandacht für Zuhause, für Einzelne, Sonntag Judika 29.03.2020


Die Andacht als Word-Dokument zum Ausdrucken findest Du hier

Vorbereitung

Suche Dir einen Ort in der Wohnung, der gut für deine Andacht scheint. Das kann ein Stuhl am Tisch sein oder ein Sessel oder ein Kissen auf dem Boden. Vielleicht kannst Du ein Kreuz vor Dich legen und eine Kerze anzünden. Du darfst sicher sein: Jesus Christus ist an jedem Ort, wo man ihn willkommen heißt, auch hier und jetzt ist er da und ansprechbar. Die brennende Kerze ist ein Zeichen für seine Gegenwart.

 

Eröffnung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!

Jesus Christus spricht: Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für die vielen. (Matthäus 28,20)

 

Lied:  Wer nur den lieben Gott lässt walten, EG 369

 

  1. Wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn allezeit,

den wird er wunderbar erhalten in aller Not und Traurigkeit.

Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut, der hat auf keinen Sand gebaut.

 

  1. Was helfen uns die schweren Sorgen, was hilft uns unser Weh und Ach?

Was hilft es, dass wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach?

Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit.

 

  1. Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt,

wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein Allwissenheit es fügt;

Gott, der uns sich hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt.

 

Psalm 43

 

Schaffe mir Recht, Gott,

und führe meine Sache wider das treulose Volk

und errette mich von den falschen und bösen Leuten!

Denn du bist der Gott meiner Stärke:

Warum hast du mich verstoßen?

Warum muss ich so traurig gehen,

wenn mein Feind mich drängt?

Sende dein Licht und deine Wahrheit,

dass sie mich leiten

und bringen zu deinem heiligen Berg

und zu deiner Wohnung,

dass ich hineingehe zum Altar Gottes,

zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist,

und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.

Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist –

wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.                 Amen

 

Tagesgebet

Barmherziger Gott,

die vergangene Woche habe ich von Dir empfangen. Vor dir werde ich still und schaue zurück. Gehe die Tage noch einmal durch. Gedenke der schönen und auch der schweren Momente. Danke, dass Du mich vor Krankheit und Gefahren bewahrt hast. Danke für alles, was mir gelungen ist. Vergib mir, worin ich versagt habe. In deine Hand gebe ich alles zurück. Und deiner Hand vertraue ich auch die neue Woche an, mit allem, was mir Sorge bereitet. In der Stille bringe ich das alles zu dir:

 

(Stille)

 

Lied: Nun danket all und bringet Ehr (EG 322)

Vorspiel

Strophen

  1. Nun danket all und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt,

dem, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeld’t.

 

  1. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut,

der seine Wunder überall und große Dinge tut;

 

  1. der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält

und, wo kein Mensch nicht helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt;

 

  1. der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet guten Muts,

die Straf erlässt, die Schuld vergibt und tut uns alles Guts.

 

  1. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn

und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin.

 

  1. Er lasse seinen Frieden ruhn auf unserm Volk und Land;

er gebe Glück zu unserm Tun und Heil zu allem Stand.

 

  1. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn,

was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn.

 

Evangelium

 

Da gingen Jakobus und Johannes, die Söhne von Zebedäus, zu Jesus hin und sagten zu ihm: »Lehrer, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst!«

36 »Was möchtet ihr denn?«, fragte sie Jesus. »Was soll ich für euch tun?«

37 Sie sagten: »Wir möchten, dass du uns rechts und links neben dir sitzen lässt, wenn du deine Herrschaft angetreten hast!«

38 Jesus sagte zu ihnen: »Ihr wisst nicht, was ihr da verlangt! Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke? Könnt ihr die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde?«

39 »Das können wir!«, sagten sie. Jesus erwiderte: »Ihr werdet tatsächlich den gleichen Kelch trinken wie ich und mit der Taufe getauft werden, die mir bevorsteht.

40 Aber ich kann nicht darüber verfügen, wer rechts und links neben mir sitzen wird. Auf diesen Plätzen werden die sitzen, die Gott dafür bestimmt hat.«

41 Die anderen zehn hatten das Gespräch mit angehört und ärgerten sich über Jakobus und Johannes.

42 Da rief Jesus alle zwölf zu sich her und sagte: »Ihr wisst: Die Herrscher der Völker, ihre Großen, unterdrücken ihre Leute und lassen sie ihre Macht spüren.

43 Bei euch muss es anders sein! Wer von euch groß sein will, soll euer Diener sein,

44 und wer der Erste sein will, soll allen anderen Sklavendienste leisten.

45 Auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für alle Menschen hinzugeben.«

 

Predigt (von Pfr. Redeker)

 

Liebe Gemeinde,

keine Konzerte. Keine Vereinstreffen. Keine Feiern mit Familie oder Freunden. Was ist das für ein Leben? Wir alle sind isoliert. Wir leben wie Eigenbrötler! Wie Außenseiter, die nicht dazu gehören. Wie Kranke, die nicht aus dem Haus dürfen. Jeder macht einen Bogen um jeden. Das fühlt sich nicht gut an. Aber wenigstens geht es jetzt allen so! Und vielleicht macht es uns alle sensibler für jene, die das auch ohne Corona-Virus Tag für Tag erleben müssen.

Isoliert sein. Gemieden werden. Sich sehnen nach Gemeinschaft. Nach einem Lächeln. Nach einer Umarmung. Das Gefühl haben: Ich verpasse das Leben. Ja, so geht es vielen Menschen, Tag für Tag, in unserem Land, und auch in jedem anderen Land.

So ging es Menschen zu allen Zeiten. Denn jede Zeit hat ihre Außenseiter, ihre Verlierer, ihre Kranken und Aussätzigen hervorgebracht. Leute, mit denen keiner etwas zu tun haben wollte. Die man verlacht oder bedauert, gemobbt, ausgegrenzt  oder gar bespuckt und hat, und zuweilen auch getötet wie Ungeziefer. Immer waren es die Schwachen, die Nicht-Normalen, die man nicht leiden konnte und nicht integrieren wollte. Sie blieben draußen vor der Tür. Und wer sich mit ihnen solidarisierte, konnte ebenso draußen vor der Tür landen und nicht mehr dazugehören.

Liebe Gemeinde, genau so ging es auch Jesus!

Es hat vielen nicht geschmeckt, dass er sich auch mit Leuten abgab, um die andere einen großen Bogen machten. Über die man die Nase rümpfte wegen ihres schlechten Lebenswandels. Und viele hat es obendrein entsetzt, dass er sogar Aussätzige berührte. Alles hoffnungslose Fälle, haben die Normalen gedacht! Aber bei Jesus gibt es keine hoffnungslosen Fälle! Nicht bei ihm! „Alle Dinge sind möglich dem, der glaubt!“ (Markus 9,24)

Doch ausgerechnet, der für den es keine hoffnungslosen Fälle gibt, wurde plötzlich selber zum hoffnungslosen Fall. Zumindest in den Augen seiner Mitmenschen. Seiner Feinde sowieso. Aber dann auch in den Augen seiner Jünger. Es war ein Schock für sie: Dass er selbst am Ende wie ein Staats-Verbrecher am Kreuz gestorben ist: Schmachvoll und grausam hingerichtet! Draußen vor den Toren Jerusalems. Von allen verlassen! Sogar von Gott, könnte man meinen!

Behandelt werden wie ein Verbrecher, obwohl man niemandem etwas getan hat. Gemieden werden wie ein Aussätziger, obwohl man gar nicht ansteckend ist. Verlacht werden wie ein Spinner, obwohl man völlig klar im Kopf ist. All das haben auch schon viele Anhänger Jesu erleben müssen. Und müssen es bis heute erleiden.

In Nordkorea etwa: Wo man sein Christsein nicht offen zeigen darf. So wie damals in der römischen Christenverfolgung. Wo Gemeinden im Untergrund agieren und Gottesdienste feiern müssen. Oder in islamistischen Ländern, wo man als Christ offen angefeindet und benachteiligt, manchmal auch mit dem Tode bedroht wird.

Nicht ganz so schwer, aber schwer genug hatten es Christen in der DDR. Kirchgänger wurden von der Stasi observiert. Christen wurden drangsaliert, aus der Kirche auszutreten, wenn sie Karriere machen wollten.

Und selbst heute, in der offenen Gesellschaft, stehen Jugendliche unter Druck und werden belächelt, wenn sie statt Jugendweihe die Konfirmation feiern wollen.

Doch irgendwie gehört das auch zum Christsein dazu, dass man nicht um jeden Preis dazugehören will. Dass man nicht mitmacht, wenn ein totalitärer Staat Menschenrechte mit Füßen tritt. Dass man protestiert, wenn Menschen Unrecht und Leid angetan wird. Dass man sich solidarisiert mit den Schwachen und Ausgestoßenen, mit denen, die draußen vor der Tür sind und nicht hineinkommen können.

Im Hebräerbrief heißt es im 13. Kapitel: Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. So lasst uns nun zu ihm hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Der Apostel spielt hier auf etwas an, das für Jesus absolut wichtig war. Dafür war er überhaupt auf der Welt: Um für andere da zu sein! Sie zu heilen oder auf den richtigen Weg zu bringen. Dafür hat er auf vieles verzichtet. Auf Reichtum etwa. Den hätte er leicht erwerben können mit seinen Fähigkeiten. Oder auf Macht. Er hätte ein politisch-religiöser Führer werden können mit großem Einfluss, wie der Hohepriester Kaiphas. Statt dessen war er sogar bereit, für andere zu leiden und zu sterben. Er war bereit, sich selbst zu opfern.

Dieser Gedanke ist uns, glaube ich, heutzutage eher fremd geworden. Und doch kann man es ansatzweise schon noch erleben: Wenn Menschen alles für ihre Familie geben und tun! Oder wenn jemand für eine Sache kämpft und dabei eigene Wünsche und Bedürfnisse zurückstellt.

Gerade in diesen Tagen heißt es: Bleibt zu Hause! Abstand halten ist zur Zeit ein Gebot er Nächstenliebe! Bringt jetzt mal ein Opfer! Verzichtet auf das, was euch sonst so lieb und teuer ist, damit sich das Virus endlich nicht weiter ausbreitet. Tut es für die Alten und die chronisch Kranken. Tut es für die Ärztinnen und Krankenpfleger, die jetzt alle ihren Kopf hinhalten. Und tut es für alle, die jetzt in Sorge sind um ihre Existenz. Aber wie schwer fällt das uns allen: zu verzichten, zu opfern!

Da muss die Politik erst Strafen erlassen und die Polizei einsetzen, um das Gebot der Nächstenliebe auch durchzusetzen.

Doch genau das ist es, wofür Jesus gelitten hat und gestorben ist: Weil wir oft schon die einfachsten Gebote der Nächstenliebe nicht hinbekommen und damit Schuld auf uns laden.

Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor.

Jesus hat sich geopfert: Er ist zum Außenseiter geworden. Hat sich zum Sündenbock machen lassen. Für uns! Damit wir frei werden von der Last der Schuld! Damit wir neu anfangen können, ohne die Altlasten noch mit uns herumzutragen.

Ein Leben in Freiheit! Frei sei von all dem, was immer wieder Schuld hervorbringt: Selbstsucht und Eitelkeit, Habgier und Machtstreben und oft genug einfach nur die Bequemlichkeit. Wer sich davon möglichst frei machen will, der kann schnell zum Außenseiter werden. Zu einem, der von anderen nicht mehr verstanden wird. Zu einem, der nicht mehr dazugehört!

Aber wie gesagt: Das kann schon mal passieren, wenn man versucht, Jesus nachzufolgen! Dann hat man einfach das beherzigt, was der Apostel seinen Adressaten im Hebräerbrief ans Herz legt:

So lasst uns nun zu ihm hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen

Als Christen müssen wir nicht total „in“ und „angesagt“ sein. Wir dürfen auch „out“ sein. Wir müssen nicht jede Mode mitmachen und uns nicht in allem auf diese Welt einlassen. Weil wir glauben, dass diese Welt nur etwas ganz und gar vorläufiges ist. Und dass wir hier nur zeitweilig zu Gast sind.

 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Liebe Gemeinde, so schlimm die aktuelle Krise gerade ist. Vielleicht sollten wir sie auch als ein Zeichen nehmen. Als ein Zeichen, wie gefährdet und vergänglich unser Leben ist. Und wie wichtig es ist, auch mal Opfer zu bringen und zu verzichten, damit wir wieder neu anfangen können.

Dann könnten wir diesen Verzicht auch ganz bewusst üben, nicht mit knirschenden Zähnen, sondern mit Demut, mit Hingabe und frohem Herzen. Dient er doch einer guten Sache. Und bringt uns ganz nebenbei auch wieder ein ganzes Stück näher zu Gott. Amen

 

Lied: Holz auf Jesu Schulter (EG 97)

  1. Holz auf Jesu Schulter, von der Welt verflucht,

ward zum Baum des Lebens und bringt gute Frucht.

Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.

Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.

 

  1. Wollen wir Gott bitten, dass auf unsrer Fahrt

Friede unsre Herzen und die Welt bewahrt.

Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.

Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.

 

  1. Wollen wir Gott loben, leben aus dem Licht.

Streng ist seine Güte, gnädig sein Gericht.

Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.

Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.

 

Fürbitten

Herr, mein Gott, ich komme zu dir mit meinen Sorgen, aber im Vertrauen auf deine Lebensmacht.

 

Du weißt, wie schwer mir die neue Situation fällt. Das Zuhausebleiben, der Verzicht auf Kontakte und Feiern, Home-Office und Hausaufgabenbetreuung. Und doch will ich dir all jenes bringen, das noch viel Schlimmer ist in unserer Welt.

 

Ich bitte dich weiterhin für alle, die von der Insolvenz bedroht sind. Ich danke dir für die schnelle Reaktion unserer Regierung. Und bitte dich: Lass die Hilfe nun schnell ankommen. Lass die Menschen jetzt nicht verzweifeln. Stärke sie in der Hoffnung, dass es irgendwie weitergehen wird.

 

Ich bitte dich für alle, die jetzt einsam geworden sind: Für die Menschen in den Pflegeheimen und andere alte Menschen, die keinen Besuch mehr bekommen dürfen. Für die Erkrankten, die sich von anderen fernhalten müssen. Für alle, die sich gefangen fühlen in ihren eigenen vier Wänden.

 

Ich bitte dich für die Familien, die es schwer miteinander haben, in denen Gewalt herrscht. Bewahre sie vor steigender Aggression. Beruhige die erhitzten Gemüter. Ich bitte auch für alle Kinder, die es schwer in der Schule haben. Lass sie Hilfe finden, wenn sie ihre Aufgaben zuhause machen müssen.

 

Ich bitte dich auch für alle, die gerade jetzt in Arbeit ersticken. Für die Verantwortlichen in den Regierungen und Chefetagen. Für alle, die im Gesundheitswesen arbeiten, in der Polizei und in Rettungsdiensten. Gib ihnen die nötige Kraft, um ihren Aufgaben gerecht zu werden.

 

Ich bitte dich für jene Länder, die besonders von der Pandemie betroffen sind: für Italien und Spanien, für die USA. Für alle Länder, die schlechte Gesundheitssysteme haben. Bewahre sie vor dem Katastrophenfall!

 

Ich bitte dich auch: Lass mich Wege finden, wie ich anderen in dieser schwierigen Situation beistehen kann, mit einem guten Wort per Telefon, einer Geste der Verbundenheit, einer Hilfsaktion oder einer Spende.

 

Hier können auch noch ganz persönliche Anliegen eingefügt werden:

 

Als Dein Kind bete ich, vereint mit allen Christen:

 

Vaterunser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Lied: Wer nur den lieben Gott lässt walten, St. 4.5.7

  1. Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß wohl, wann es nützlich sei;

wenn er uns nur hat treu erfunden und merket keine Heuchelei,

so kommt Gott, eh wir’s uns versehn, und lässet uns viel Guts geschehn.

 

  1. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, dass du von Gott verlassen seist

und dass ihm der im Schoße sitze, der sich mit stetem Glücke speist.

Die Folgezeit verändert viel und setzet jeglichem sein Ziel.

 

  1. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu

und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu.

Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

 

Segen

Herr, segne mich und behüte mich! Lass Dein Angesicht leuchten über mir und sei mir gnädig! Herr, erhebe Dein Angesicht auf mich und schenke mir (+) Deinen Frieden! Amen